Lüften

Durch richtiges Lüftungsverhalten kann einerseits ein überhöhter Energieverbrauch vermieden werden, andererseits ist das Lüftungsverhalten wichtig für die Luftqualität. So kann bspw. Schimmel vermieden werden.

Am meisten Heizenergie wird während den Übergangszeiten und im Winter durch falsches Lüften verschwendet. Wenn die Außentemperatur bei etwa 5°C liegt, dann kann das vorhandene Heizsystem – trotz gekippter Fenster – die Räume angenehm beheizen, wobei ein Großteil „rausgeheizt“ wird. Ein ähnliches Verhalten bei -5°C wäre undenkbar.

Folgende Aspekte sollten beachtet werden:

  • Während der Heizperiode ist das Kippen von Fenstern zu vermeiden. Dadurch kühlt der Raum stark aus, ohne einen relevanten Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität zu bringen.
  • Nach Möglichkeit sollten mehrmals täglich kurzfristig alle Fenster geöffnet werden. Vor allem morgens und abends ist das Lüften wesentlich, da die Luft in der Wohnung dann meistens besonders feucht ist.
  • Zusätzlich ist die – bspw. beim Kochen, Baden oder Duschen – entstehende Feuchtigkeit direkt nach draußen und nie in die Wohnung abzuführen.
  • Die Lüftungsdauer hängt von den aktuellen Witterungsverhältnissen sowie von der Jahreszeit ab. Bei niedrigen Temperaturen und Wind reichen fünf Minuten, bei Windstille und höheren Temperaturen sollte bis zu 15 Minuten gelüftet werden.
  • Stoßlüften – ggf. Querlüften durch Öffnen eines gegenüberliegenden Fensters und Erzeugung eines Durchzugs – ist die effektivste Art zu lüften. Dabei geht am wenigsten Energie verloren. In der kalten Jahreszeit sollte der Heizkörperthermostat herunter gedreht werden, um das Heizen bei geöffneten Fenstern zu vermeiden. Lüften mit gekippten Fenstern sollte vermieden werden, da die Luftfeuchte auf diese Art nur sehr viel langsamer nach draußen transportiert wird. Daraus ergibt sich eine viel längere Lüftungsdauer, welche wiederum hohe Energieverluste mit sich bringt, da die Zimmer (die Wände) erheblich an Wärme verlieren und auskühlen.
  • Im Sommer können die Fenster über Nacht geöffnet werden. So strömt kühlere Luft in die Wohnung ein. Tagsüber sollten die Fenster geschlossen gehalten werden, damit die kühlere Luft in den Räumen bleiben kann. Es ist zudem darauf zu achten, dass die Räume verschattet und somit vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sind. Eine außenliegende Verschattung schützt am besten vor zu starker Sonneneinstrahlung.