Strommessgerät

Um den Stromverbrauch von Steckergeräten bestimmen zu können, gibt es Strommessgeräte. Diese gibt es u.a. in Baumärkten zu Preisen zwischen 10 und 20 EUR. Außerdem werden Strommessgeräte von Energieversorgungsunternehmen – oftmals gratis – verliehen. Im Leistungsbereich von weniger als 5 Watt sind die Messgeräte ungenau.

Mit solch einem Gerät ist es einerseits möglich, die Leistung (Watt bzw. W) und andererseits auch die Arbeit (Kilowattstunde bzw. kWh) zu messen.

Bei Geräten wie Radio, HIFI-Anlage oder Anrufbeantworter ist es nur erforderlich, die Leistung zu bestimmen (da diese Geräte eine konstante Leistung haben). Dazu wird beim Gerät der Modus „Watt“ oder „Leistung“ eingestellt. Das Gerät zeigt dann direkt die Leistungsaufnahme an.

Ergibt die Messung für einen Anrufbeantworter die Leistungsaufnahme von 10 Watt (im Stand-by Modus), so kann dieser Wert mit 1,5 multipliziert werden (Faustregel), um die sich dabei ergebenden Energiekosten zu ermitteln. Der Energieverbrauch des Anrufbeantworters während des Betriebs spielt keine zusätzliche Rolle, da die Leistungsaufnahme konstant ist.

Bei Geräten mit nicht-konstanter Leistungsaufnahme, wie Kühlschrank oder Waschmaschine, ist es erforderlich, über den Modus „kWh“ den Verbrauch zu erfassen. Zu Beginn der Messung ist darauf zu achten, dass entweder der kWh-Wert auf der Anzeige auf Null gestellt ist, bzw. der Wert bekannt ist.

Beim Kühlschrank ist es sinnvoll, mindestens 24 Stunden oder mehrere Tage zu messen. Bei einer Waschmaschine reicht ein Waschvorgang aus.

Achtung: Es empfiehlt sich, die Leistung und/oder die Arbeit in allen Betriebszustände zu messen. Dazu zählen: 

  • Betrieb: das Gerät ist an.
  • Stand-by: das Gerät ist im Bereitschaftsmodus; i.d.R. leuchtet eine Diode.
  • Aus bzw. „Schein aus“: das Gerät ist vermeintlich ausgeschaltet und benötigt Strom. Da hilft dann nur mehr Stecker ziehen oder eine schaltbare Steckdosenleiste installieren.

Hier finden Sie wissenswertes rund um das Thema Standby.