Temperatur

Es ist sinnvoll, in Räumen, in denen Überhitzung vermutet wird, ein Raumthermometer aufzustellen (siehe Energiesparhelfer). Ebenso ist es sinnvoll, die Temperatur im Kühlschrank mittels Kühlschrankthermometer zu überprüfen bzw. zu visualisieren.

Im Allgemeinen wird empfohlen, dass die Temperatur in Wohnräumen 20 bis 21°C und in den Schlafräumen 16 bis 18°C nicht übersteigt. Jedoch hängt dies von vielen Parametern ab, ob sich die BewohnerInnen unter diesen Umständen auch wirklich wohl fühlen.

  • Die Wandwärmestrahlung hat einen erheblichen Einfluss. In einem schlecht gedämmten Raum kann es durch Wandstrahlung auch bei höheren Raumlufttemperaturen Kältegefühle geben.
  • Solange – bspw. durch undichte Fenster – „Zugluft“ vorhanden ist, scheint es auch bei höheren Temperaturen kühl zu sein.
  • Das Wohlbefinden wird auch durch die Feuchtigkeit im Raum mit beeinflusst. Diese soll im Winter zwischen 30% und 70% sein. Im Winter ist diese eher am unteren Ende angesiedelt.
  • Personen mit geringem Einkommen können sich auch in Ausnahmesituationen befinden, in denen ein höheres Wärmebedürfnis besteht. Hier ist es nicht leicht, eine Verhaltensänderung zu erreichen.
  • Wenn die Vermutung besteht, dass ein Raum (oder mehrere Räume) überhitzt ist (sind), kann das mittels Thermostat demonstriert werden. Mehr als 22°C Raumtemperatur ist in den meisten Fällen nicht erforderlich.
  • Eine tägliche und zeitweise Temperaturabsenkung (Heizung bei längerer Abwesenheit zurück drehen) ist in armutsbetroffenen Haushalten schwierig zu realisieren, da diese oftmals relativ mehr Zeit zuhause verbringen. Aus diesem Grund ist weniger Einsparungspotenzial gegeben.

Die Reduktion der Raumtemperatur um ca. ein Grad Celsius (von 22°C auf 21°C) reduziert im Schnitt den Energieverbrauch um 6%.