Zähler Strom

In der Regel wird der Stromzähler im Hausflur, im Eingangsbereich oder im Keller (Nähe Sicherungskasten) gefunden. Mit Hilfe eines Zählerkastenschlüssels ist es jedem möglich, Einblick auf diesen zu nehmen. So kann der Zählerstand laufend abgelesen werden. Zählerkastenschlüssel gibt es in den meisten Baumärkten.

Der Zähler zeigt den absoluten Energieverbrauch an (also jene Menge an Strom, welche insgesamt in der jeweiligen Wohnung verbraucht wurde). Die Differenz zwischen zwei Ablesungen entspricht direkt dem Verbrauch in kWh. Der Verbrauch wird auf eine Kommastelle genau angezeigt.

Am Zähler ist eine weitere Nummer angegeben – die Zählernummer. Mit dieser Nummer erfolgt die Zuordnung des Zählers zum Kunden.

Im Jahresschnitt benötigt ein durchschnittlicher österreichischer Haushalt 10,1 kWh/Tag. Im Winter können es rund 15% mehr sein (11,7 kWh/ Tag) und im Sommer weniger (8,6 kWh/ Tag). Der in Abbildung 1 ermittelte Endwert (Zelle G7) liegt weit über dem Mittelwert. 

Zur Ermittlung des 24-Stundenwertes eignen sich Tabellenkalkulationsprogramme. Die Verwendung des 24-Stundenwerts als Kennzahl hat sich in privaten Haushalten als sehr praktisch erwiesen. Die Errechnung mittels Software finden Sie in Abbildung 1. Dabei werden das Datum mit Uhrzeit der beiden Ablesungen, sowie der Zählerstand eingegeben. Davon werden jeweils die Differenzen gebildet. Anschließend wird die Verbrauchsdifferenz durch die Zeitdifferenz dividiert. Das Ergebnis ist der Verbrauch je 24 Stunden.

Abbildung 1: 24-Stundenwert Strom nach Zählerstandmessung [in kWh]
Errechnung des Stromverbrauchs in 24h mittels Software. Dabei werden das Datum mit Uhrzeit der beiden Ablesungen, sowie der Zählerstand eingegeben. Davon werden jeweils die Differenzen gebildet. Anschließend wird die Verbrauchsdifferenz durch die Zeitdifferenz dividiert. Das Ergebnis ist der Verbrauch je 24 Stunden.

Quelle: Eigene Darstellung (e7, 2012)

Erfahrungen aus der Praxis haben gezeigt, dass das wöchentliche Ablesen des Zählerstandes Sinn macht. Einerseits spiegelt der Wochenvergleich den gleichen Ablauf wider, andererseits ist es leichter an einem bestimmten Tag (z.B. jeden Sonntag um 19:00 Uhr) den Zähler abzulesen. Wird das über mehrere Wochen vollzogen, ist ein guter Einblick erhältlich, wie der Haushalt „tickt“.

Eine monatliche Messung ergibt keinen brauchbaren Erfassungsrhythmus. Weiters dauert es zu lange bis vergleichbare Zeitperioden vorhanden sind.